von Lea Zenk / FCE
Der FC Eintracht Bamberg hat das Oberfrankenderby in der Bayernliga Nord gegen den FC Coburg nach starker zweiter Halbzeit mit 3:1 (1:1) gewonnen. Nach einer umkämpften ersten Halbzeit sorgte die Mannschaft von Trainer Jan Gernlein mit einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause für klare Verhältnisse. 447 Zuschauer im Fuchsparkstadion sahen ein intensives, teils hitziges Spiel, in dem die Domreiter nach Rückstand Moral und Offensivstärke bewiesen.
Bamberg antwortet auf frühen Rückstand
Die Eintracht fand nur schwer in die Partie. Zwar erspielten sich die Domreiter in den Anfangsminuten durch Kettler und Linz zwei ordentliche Möglichkeiten, doch insgesamt fehlte es im ersten Durchgang an Durchschlagskraft und Ruhe im Spielaufbau. Coburg zeigte sich wacher und nutzte in der 12. Minute eine Unachtsamkeit in der Bamberger Defensive – Carl traf zur 0:1-Führung für die Gäste.
Auch in der Folge tat sich Bamberg schwer, Struktur in die eigenen Aktionen zu bringen. Viele Angriffe endeten früh, während Coburg durch konsequentes Zweikampfverhalten immer wieder störte. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit fanden die Domreiter besser ins Spiel und drängten energisch auf den Ausgleich.
In der 42. Minute nutzte Paul Kraußold einen folgenschweren Fehlpass der Coburger Defensive: Er fing den Rückpass ab, umkurvte den heraus stürmenden Torwart und schob zum 1:1-Ausgleich ein. Doch die Freude währte nur kurz – nur eine Minute später sah Valentin Schmitt nach einem harten Einsteigen die Rote Karte, wodurch die Domreiter die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten mussten.
Leistner sorgt für die Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Domreiter endgültig das Kommando. In der 48. Minute sah Paul Kraußold nach wiederholtem Foulspiel die Gelbe Karte. Nur wenige Minuten später zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul im Strafraum auf den Punkt – Luca Ljevsic verwandelte den Elfmeter in der 52. Minute souverän zur 2:1-Führung.
Der FC Coburg versuchte zu reagieren, fand jedoch kaum Mittel gegen die nun kompakt stehende und kämpferisch starke Bamberger Defensive. In der 75. Minute reagierte der Unparteiische aufmerksam, ließ nach einem Foul im Mittelfeld den Vorteil laufen – und dieser zahlte sich aus: Nach einem starken Umschaltmoment spielte Tobias Linz einen präzisen langen Ball in die Tiefe auf Luca Leistner, der frei vor dem Torhüter blieb und den Ball abgeklärt zum 3:1 ins Netz schob.
Emotionen & Karten
Die Partie war über weite Strecken intensiv und hitzig geführt. Insgesamt verteilte Schiedsrichter Barnert mehrere Gelbe Karten, darunter für Bamberg an Kettler (39.), Zeitler (43.), Kraußold (48.), Leistner (65.), Reischmann (83.) und Auer (83.) sowie für Coburg an Knie (29.), Tranziska (75.), Fischer (76.) und Baur (90.).
Die Statistik
FC Eintracht Bamberg:
Willert – Auer, Kraußgold (64. Pfahlmann), Linz (87. Schneider), Schubert, Schmitt, Reischmann, Zeitler, Kettler, Ljevsic, Zietsch (64. Leistner)
FC Coburg:
Krempel – Späth (86. Guhling), Tranziska, Baur, Knie, König (72. Graß), Fischer (78. Künstler), Wieczorek (64. Oikonomides), Kirchner, Carl (86. Geißendörfer), Guhling
Schiedsrichter: Oliver Barnert (Assistenten: Maximilian Dadder, Mirko Morgener)
Zuschauer: 447
Tore: 0:1 Carl (12.), 1:1 Kraußold (42.), 2:1 Ljevsic (52.), 3:1 Leistner (75.)