Ein Spiel, das Mut macht: Unsere Eintracht hat in der 2. Runde des BFV-Toto-Pokals gegen den Drittligisten 1. FC Schweinfurt 05 eine couragierte Leistung gezeigt – und das über die vollen 95 Minuten. Am Ende entschied ein einziges Tor die Partie zugunsten der Gäste. Vor 1.077 Zuschauern im Fuchsparkstadion präsentierte sich unsere junge Mannschaft geschlossen, mutig und kämpferisch. Der Klassenunterschied? Auf dem Platz kaum zu sehen. Nur ein Treffer des gebürtigen Bambergers Erik Shuranov in der 24. Minute gab den Ausschlag.

 

„Wir nehmen viel Positives mit, vor allem für den Kopf. Die Jungs haben sich heute richtig reingehauen. Schade, dass wir nicht belohnt wurden, aber das war eine Leistung, auf der wir aufbauen können“, so unser Mittelfeldmotor Marc Reischmann.

 

Starker Beginn, unglücklicher Rückstand

Trainer Jan Gernlein setzte auf eine junge Viererkette – mit Nachwuchstalent Jannis Keil neben Jonas Hartwig in der Innenverteidigung. Kapitän Christopher Kettler fehlte verletzungsbedingt, die Binde trug Luca Auer. Von Beginn an spielte unsere Eintracht selbstbewusst nach vorne, versteckte sich nicht gegen den Favoriten. Mehrfach brachten wir uns über die Flügel in aussichtsreiche Positionen, auch wenn der letzte Punch noch fehlte.

 

Dann der Dämpfer: Nach einer Flanke von rechts köpfte Schweinfurt den Ball in den Fünfmeterraum – Shuranov war zur Stelle und markierte das 0:1. Doch die Domreiter ließen sich davon nicht beeindrucken und blieben im Spiel. Kurz vor der Pause fehlten nur Zentimeter zum Ausgleich, als eine Hereingabe von rechts an Freund und Feind vorbeiging.

 

Große Chancen nach der Pause

Mit dem Wiederanpfiff erhöhten wir den Druck:

48. Minute: Andreas Pfahlmann tauchte frei vor dem Tor auf, der Ball landete nach Abpraller bei Luis Schneider, der knapp verzog.

50. Minute: Ein langer Ball von Tobias Linz hebelte die Abwehr aus, Paul Kraußold scheiterte nur an Schweinfurts Keeper Toni Stahl.

 

In dieser Phase wankte der Drittligist, unsere Jungs setzten immer wieder Nadelstiche und gewannen viele Zweikämpfe im Mittelfeld.

 

Debüts für zwei Talente

Ein Wehrmutstropfen: Paul Kraußold musste nach einem Zusammenprall verletzt vom Platz. Mit Finn Gerber (18) und Marcel Müller (17) feierten gleich zwei weitere Eigengewächse ihr Seniorendebüt – und fügten sich nahtlos in das mutige Spiel der Mannschaft ein. Hinten hielt Fabian Dellermann mehrfach stark, vorne fehlte am Ende nur der letzte Lucky Punch. Der letzte Eckball in der Nachspielzeit brachte nicht mehr den erhofften Ausgleich.

 

Stimmen zum Spiel

Cheftrainer Jan Gernlein: „Individuell und als Team haben wir uns heute sehr gut präsentiert. Wir hätten den Ausgleich verdient gehabt. Jannis Keil hat kurzfristig für Kettler gespielt und das richtig stark gemacht.“

 

Fazit

Unsere Domreiter sind aus dem Pokal ausgeschieden – aber mit erhobenem Kopf. Gegen einen Drittligisten haben wir gezeigt, dass wir spielerisch und kämpferisch mithalten können. Jetzt gilt es, diesen Schwung in die Liga mitzunehmen.

 

Foto: Christian Martin