Der FC Eintracht Bamberg ist mit einem verdienten 3:1-Auswärtserfolg beim FC Coburg erfolgreich in die neue Bayernliga-Saison gestartet. Im rassigen Oberfranken-Derby zeigten die Domreiter von Beginn an, dass sie den Abstieg aus der Regionalliga gut verarbeitet haben – auch wenn der Auftakt teuer bezahlt wurde.
Schon nach wenigen Sekunden wurde die Partie im Dr.-Stocke-Stadion ruppig: Bambergs Luca Ljevsic musste nach einem rüden Foul verletzt vom Feld – und die Domreiter früh wechseln. Trotz der harten Gangart des Gastgebers blieb das Team von Cheftrainer Jan Gernlein ruhig und ließ sich weder von der aufgeheizten Atmosphäre noch von der physischen Spielweise des Aufsteigers aus dem Konzept bringen.
Zur Pause stand es noch 0:0 – auch, weil die Domreiter einige vielversprechende Möglichkeiten ungenutzt ließen. Doch nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff durfte der zahlreich mitgereiste Lila-Weiße-Anhang jubeln: Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite vollendete Robin Zeitler zum verdienten 1:0 (50.).
Als Coburgs Routinier Sven Wieczorek, der einst auch mal die Farben des FCE getragen hatte, in der 56. Minute Gelb-Rot sah, nutzten die Domreiter die Überzahl konsequent. David Lang erhöhte per Strafstoß auf 2:0 (70.), nachdem Fabio Reck im Strafraum zu Fall gebracht worden war. Den schönsten Treffer des Abends steuerte Marc Reischmann bei, der eine schnelle Kombination mit einem wuchtigen Distanzschuss zum 3:0 abschloss (78.). Der Anschlusstreffer der Gastgeber durch Cristian Fischer (81.) war nur noch Ergebniskosmetik.
FCE-Cheftrainer Jan Gernlein zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Das war ein gefährliches Spiel, Coburg hat gut dagegengehalten. Aber wir sind ruhig geblieben, haben nicht überhastet agiert, sondern sehr kontrolliert gespielt. Die Mannschaft hat eine gute Energie und Leistung gezeigt.“
Statistik:
Tore: 0:1 Zeitler (50.), 0:2 Lang (FE, 70.), 0:3 Reischmann (78.), 1:3 Fischer (81.)
Platzverweis: Wieczorek (Gelb-Rot, 56./Coburg)
Zuschauer: 850
FCE-Startelf: Willert – Auer, Schmitt, Kraußold (76. Strasser), Schneider (85. Valdez), Reck, Reischmann, Nüßlein (62. Lang), Kettler, Ljevsic (5. Zeitler/54. Linz), Hartwig