FC Eintracht Bamberg – 1. FC Lichtenfels 1:1 (1:1)
Mit einem 1:1-Unentschieden beim Landesliga-Absteiger 1. FC Lichtenfels ist der FC Eintracht Bamberg am Samstag in die Vorbereitung auf die neue Bayernliga-Saison gestartet. Auch wenn das Ergebnis im Karl-Fleschutz-Stadion nicht den Vorstellungen der Domreiter entsprach, machte der erste Auftritt unter dem neuen Trainer Patrick Sulewski deutlich, wohin die Reise künftig gehen soll: hohes Pressing, aggressives Gegenpressing, viel Ballbesitz und eine offensive Spielweise.
Von Beginn an setzte die neu formierte Mannschaft bei fast schon tropischen Temperaturen die Vorgaben ihres Trainers konsequent um. Immer wieder waren Kommandos wie „Gleich wieder nach vorne, schnell!“ oder „Jetzt drauf!“ von der Seitenlinie zu hören. Sulewski schickte mit Felix Müller, Tom Genichen und U19-Spieler Hendrik Lange gleich drei Neuzugänge in die Startelf.
Frühe Führung durch Leistner
Die frühe Belohnung folgte bereits in der Anfangsphase. Nach einer Balleroberung auf der linken Seite schalteten die Bamberger blitzschnell um. Luis Nüßlein brachte den Ball nach innen, wo Luca Leistner aus acht Metern flach zur verdienten 1:0-Führung einschob.
Die Domreiter dominierten das Geschehen und hätten bereits früh für klare Verhältnisse sorgen können. Leistner traf wenig später die Latte, zudem scheiterte Paul Kraußold gleich zweimal am stark reagierenden Lichtenfelser Torhüter Felix Angermüller. Aus ihrer Überlegenheit machten die Gäste jedoch zu wenig.
So fiel der Ausgleich praktisch aus dem Nichts. Nach einer Ecke setzte sich Elias Holzheimer im Kopfballduell durch und köpfte den Ball neben FCE-Keeper Benedikt Willert zum 1:1 ins rechte Eck. Auch danach kontrollierte Bamberg die Partie, wirkte jedoch bis zur Pause nicht mehr ganz so dominant und kreativ wie in den ersten 20 Minuten.
Besonders über die linke Seite sorgten Tobias Linz, Luis Nüßlein und der immer wieder offensiv nachrückende Hendrik Lange für Gefahr. Die beste Chance zur erneuten Führung vergab Kraußold, als er aus kurzer Distanz über das Tor schoss. Lichtenfels blieb mit langen Bällen auf seine schnellen Angreifer stets gefährlich.
Sieben Wechsel zur Halbzeit
Zur zweiten Halbzeit wechselte Sulewski gleich siebenmal. Lediglich Benedikt Willert, Marc Reischmann, Jannis Keil und Kapitän Christopher Kettler blieben zunächst auf dem Feld. Dennoch knüpften die Domreiter nahtlos an ihre starke Anfangsphase an und erhöhten den Druck nochmals deutlich. Rund 80 Prozent Ballbesitz standen am Ende zu Buche. Die Gastgeber kamen im zweiten Durchgang nur noch selten in Tornähe und hatten ihre beste Möglichkeit in der 85. Minute, als ein Freistoß von Maximilian Kling knapp am Tor vorbeistrich. Nach der zweiten Trinkpause setzte Sulewski auch noch den Letzten auf dem Spielberichtsbogen stehenden Akteur ein: Hermann Otto Horst erhielt noch Einsatzzeit im Tor. Bis auf die beiden Neuzugänge von der SpVgg Greuther Fürth kamen damit alle neuen Spieler erstmals im FCE-Trikot zum Einsatz.
Trotz zahlreicher weiterer Möglichkeiten wollte der verdiente Siegtreffer nicht mehr fallen. Wagner (77.), Lang (79.) und Marco Schmitt mit einem Pfostentreffer verpassten die Entscheidung.
Das sagt Chefcoach Patrick Sulewski
„Grundsätzlich bin ich mit dem Spiel zufrieden. Klar ist das 1:1 nicht das Ergebnis, das wir uns vorgestellt haben. Der Gegner hat über 90 Minuten gut und solide verteidigt. Wir hatten Schwierigkeiten, die richtigen Lösungen zu finden“, bilanzierte Trainer Patrick Sulewski nach dem Schlusspfiff. Zugleich verwies der neue Coach auf den frühen Zeitpunkt der Vorbereitung: „Wir haben die erste Woche genutzt, um fit zu werden. Die Jungs durften sich ausprobieren und sich daran gewöhnen, deutlich mehr Ballbesitz zu haben als in der vergangenen Saison. Jetzt braucht es einfach Zeit, um in die Abläufe zu kommen.“
So blieb am Ende zwar ein Remis, der erste Eindruck der neuen Domreiter-Mannschaft macht jedoch Lust auf mehr. Die Mischung aus erfahrenen Kräften, talentierten Nachwuchsspielern und zahlreichen Neuzugängen ließ bereits erkennen, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt.