Der FC Eintracht Bamberg bleibt auch nach dem sechsten Saisonspiel in der Bayernliga Nord ungeschlagen. Bei Viktoria Aschaffenburg zeigte unsere Mannschaft über weite Strecken einen starken Auftritt und führte bis tief in die Nachspielzeit mit 1:0. Erst in der 92. Minute gelang den Gastgebern der Ausgleich zum 1:1-Endstand.
Vor 767 Zuschauern im Stadion am Schönbusch musste Cheftrainer Patrick Sulewski seine Startelf im Vergleich zum 5:1-Heimsieg gegen Jahn Regensburg II lediglich auf einer Position verändern: Für Luca Leistner rückte Mustafa Zekiroski in die Anfangsformation. Die Partie begann aufgrund der verspäteten Ankunft unserer Mannschaft mit 17 Minuten Verzögerung.
Starker Beginn unserer Mannschaft
Von der ersten Minute an fanden wir gut in die Begegnung und hatten viel Ballbesitz. Bereits nach sieben Minuten sorgte Emil Rizai für den ersten Abschluss, traf nach einer schnellen Kombination aus rund 14 Metern allerdings nur das Außennetz. Wenig später prüfte Luis Nüßlein Aschaffenburgs Torhüter Elias Derwein mit einem abgefälschten Schuss.
Während die Viktoria vor allem auf schnelle Umschaltsituationen setzte, erspielten wir uns weitere Möglichkeiten. Christopher Kettler wurde nach einer kurz ausgeführten Ecke in höchster Not geblockt, anschließend hatte Nüßlein nach einem Zuspiel von Paul Kraußold die große Chance zur Führung, kam aber nicht am herauslaufenden Derwein vorbei.
Auf der anderen Seite blieb Aschaffenburg gefährlich. Benedikt Willert verhinderte zunächst gegen Jan Bartunek einen Rückstand. Kurz vor der Pause hatten wir dann Glück, als ein Abschluss von Roberto Desch am Pfosten landete. So ging es torlos in die Kabinen.
Zekiroski belohnt den starken Auftritt
Direkt nach Wiederbeginn folgte die Belohnung für unsere Leistung. Nach einer schnellen Kombination durchs Mittelfeld setzte Paul Kraußold den eingelaufenen Mustafa Zekiroski perfekt in Szene. Der Youngster blieb vor dem Tor cool und schob den Ball flach zur 1:0-Führung in der 46. Minute ein.
Aschaffenburg benötigte einige Minuten, um sich davon zu erholen, erhöhte anschließend aber den Druck. Bartunek traf in der 57. Minute per Kopf den Außenpfosten. Auch der eingewechselte Julian Wild sorgte für zusätzliche Gefahr. Unsere Mannschaft hielt jedoch leidenschaftlich dagegen und verteidigte die knappe Führung im Verbund.
Leidenschaftlicher Kampf in der Schlussphase
Mit zunehmender Spielzeit verlagerte sich das Geschehen immer stärker in unsere Hälfte. Offensiv konnten wir nur noch selten für Entlastung sorgen, bewahrten defensiv aber die Ruhe und stemmten uns gemeinsam gegen den Ausgleich. In der 86. Minute wurde es noch einmal richtig brenzlig: Nach einer Ecke kam Wild aus kurzer Distanz zum Kopfball, wurde von Christopher Kettler jedoch entscheidend gestört und setzte den Ball über das Tor.
Zwei Minuten fehlen zum Auswärtssieg
Als vieles bereits nach dem nächsten Dreier aussah, schlug Aschaffenburg doch noch zu. In der zweiten Minute der Nachspielzeit kam Viktoria-Kapitän Benjamin Baier aus rund 21 Metern zum Abschluss und traf sehenswert zum 1:1. Bitter für unsere Mannschaft, die damit nur wenige Augenblicke vom Auswärtssieg entfernt war.
Trotz des späten Gegentreffers bleibt ein starker Auftritt beim Regionalliga-Absteiger. Über weite Strecken zeigten wir, dass wir auch bei einem ambitionierten Gegner bestehen und das Spiel selbst gestalten können.
Sulewski: „Das war eine gute Leistung“
Auch Cheftrainer Patrick Sulewski ordnete die Partie trotz des bitteren Endes positiv ein. Rund 70 Minuten habe seine Mannschaft das Spiel bestimmt. Gleichzeitig sah er in der Schlussphase noch Entwicklungspotenzial, um eine solche Führung künftig konsequenter über die Zeit zu bringen. Sein Fazit zum Auftritt seiner jungen Mannschaft: „Das war eine gute Leistung, nah dran an dem, was wir umsetzen wollen.“
Ungeschlagen geht es ins nächste Topspiel
Mit dem Punktgewinn in Aschaffenburg bleibt der FC Eintracht Bamberg auch im sechsten Saisonspiel ungeschlagen. Zwar mussten wir die Tabellenführung zunächst wieder abgeben, unsere starke Serie zum Start in die Bayernliga-Saison 2026/27 geht jedoch weiter.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt ohnehin nicht: Bereits am Freitagabend wartet im heimischen Fuchs-Park-Stadion das nächste Highlight. Dann empfangen wir den Würzburger FV und wollen gemeinsam mit unseren Fans die nächsten Punkte einfahren.